Zu Gast bei Freunden in Besançon

Partnerschaftstreffen mit unseren französischen Freunden am 13. und 14. Juni 2026

Und wieder einmal: Zu einem harmonischen, freundschaftlichen und kulturellen Treffen, organisiert von unseren Freunden vom CAF Besançon, fanden wir uns dieses Mal in Clairegoutte, einem idyllischen kleinen Ort in der Region Bourgogne-Franche-Comté ein. Die Geschichte dieses Dorfes reicht bis in das 8. Jahrhundert zurück. Die Grafschaft Württemberg-Mömpelgard (Montbéliard), zu der Clairegoutte durch Heirat gehörte, wurde schon 1524 zu einer lutherisch-evangelischen Enklave in katholischer Umgebung Frankreichs.

Um zehn Uhr waren alle aus West und Ost eingetroffen. Nach einem kleinen Frühstück in der Unterkunft Gîte de Sequoia, dem früheren Pfarrhaus, mit ihrer ganz besonderen Atmosphäre, ging es los zu 
einer neun Kilometer Wanderung zur beeindruckenden Kapelle Notre-Dame du Haut von Le Corbusier aus dem Jahr 1955 oberhalb von Ronchamp. François hatte eine zweistündige Führung organisiert, 
ins Deutsche übersetzt von Françoise und Gerhard. Zurück konnte entweder wieder durch die herrlichen Wälder bergauf/bergab gelaufen oder mit bereitgestellten Fahrzeugen gefahren werden. Das mehr als leckere viergängige Abendessen hatte ein Caterer bestritten, auch für die Vegetarier war gesorgt.

Am nächsten Morgen füllten wir unsere Trinkgefäße mit dem ausgezeichneten Wasser aus einem der acht Brunnen (Clairegoutte – klarer Tropfen) vor der Unterkunft. Wir besichtigten zunächst 
den lutherischen Tempel in Clairegoutte, ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert, aufgebaut 1777 in württembergischem Stil. Auf seiner Rückseite war die „Méridienne“, eine interessante Sonnenuhr, zu 
bestaunen, die die Mittagsstunde anzeigt durch einen Sonnenstrahl, der durch das Loch einer Scheibe auf eine Leiste fällt. Sie diente dazu, die Zeit auf der Turmuhr der Gebrüder Ungerer aus dem Jahre 1866 zu justieren. Wir starteten wieder zu Wanderungen in zwei Gruppen. Dass die Stimmung gut war, konnte man unterwegs leicht den vielen interessanten Gesprächen in beiden Sprachen entnehmen. Gedämpft wurde sie jedoch, als wir an den Tafeln innehielten, auf denen an die Grausamkeiten unserer Landsleute während des 2. Weltkrieges erinnert wurde.

Etwas erschöpft, aber zufrieden saßen wir danach alle noch einmal gemütlich bei Kaffee und Kuchen zusammen, bevor wir uns herzlich und den Organisatoren dankend voneinander verabschiedeten. Es war ein bis ins Detail perfekt organisiertes Treffen. Wir haben wieder eine neue Gegend Frankreichs kennengelernt, auch das gute Wetter hatte seinen Anteil daran gehabt. Für die Organisator*innen gab es – wie jedes Mal – einen von Sybille liebevoll gestalteten Wiesenblumenstrauß.

Alle brachten einhellig zum Ausdruck, dass sie sich schon sehr auf das nächste Treffen vom 10. bis 11. Oktober in Besançon freuen.

Also: Meldet euch an – es lohnt sich!

Text und Foto: Margit Anhut und Gerhard Göltz

Foto : Margit Anhut und Gerhard Göltz - Alle zusammen | © Foto : Margit Anhut und Gerhard Göltz - Alle zusammen
© Foto : Margit Anhut und Gerhard Göltz - Alle zusammen
Blumensträusse - Foto : Margit Anhut und Gerhard Göltz | © Foto : Margit Anhut und Gerhard Göltz - Blumensträusse
© Foto : Margit Anhut und Gerhard Göltz - Blumensträusse